U5 FREIHEITSLINIE

Nächster Halt Freiheit? –
Eine urbane Ausstellung entlang der U5

1848. 1918/19. 1953. 1989.
Demokratie und Freiheit sind für uns heute selbstverständlich. Aber sie mussten und müssen immer wieder erkämpft und verteidigt werden. An die bedeutendsten Momente und Orte dieser Geschichte in Berlin erinnert die Ausstellung an ausgewählten U-Bahnhöfen der Linie U5 zwischen Alexanderplatz und Magdalenenstraße sowie im Stadtraum vor dem Roten Rathaus.

Wenn ich sagen soll, was mir neben dem Frieden wichtiger sei als alles andere, dann lautet meine Antwort ohne Wenn und Aber: Freiheit. Willy Brandt am 14. Juni 1987
FREIHEITSLINIE U5

Reichstag

Vom Westbalkon des Reichstags ruft Philipp Scheidemann am 9. November 1918 die erste deutsche Republik aus.

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Am 4. Oktober 1990 kommt das erste deutsch-deutsche Nachkriegsparlament, zusammengesetzt aus Bundestag und Volkskammer, im Reichstagsgebäude zusammen. Knapp drei Monate später konstituiert sich nach gesamtdeutschen Wahlen die neue gemeinsame Volksvertretung.

Brandenburger Tor

Wahrzeichen Berlins und Nationalsymbol: Das Brandenburger Tor.

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© Bundesstiftung Aufarbeitung, Klaus Mehner, Bild 89_1110_POL_DDR-Wende_01 +
© Bundesstiftung Aufarbeitung, Klaus Mehner, Bild 89_1110_POL_DDR-Wende_01
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© NARA NAID 198505 +
© NARA NAID 198505

Im Juni 1987 besucht der amerikanische Präsident Ronald Reagan West-Berlin. Er hält vor dem Brandenburger Tor eine historische Rede und fordert den damaligen sowjetischen Parteichef Michail Gorbatschow auf, die Teilung zu beenden. Seine Worte: »Mr. Gorbachev, open this gate. Mr. Gorbachev, tear down this wall!« (»Herr Gorbatschow, öffnen Sie dieses Tor. Herr Gorbatschow, reißen Sie diese Mauer nieder!«) gehen in die Geschichte ein.

Ich wusste immer: Irgendwann spielen wir drüben, und die Scheißmauer bleibt auch nicht ewig stehen. Die ist sowas von krank, völlig absurd, geht nicht. Udo Lindenberg, 2008

Schloß­platz

Am 4. November 1989 wird der Palast der Republik zum Schauplatz von Protesten.

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© Bundesstiftung Aufarbeitung, Klaus Mehner, Bild 89_1104_POL-Demo_43 +
© Bundesstiftung Aufarbeitung, Klaus Mehner, Bild 89_1104_POL-Demo_43
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© Robert-Havemann-Gesellschaft / Nikolaus Becker +
© Robert-Havemann-Gesellschaft / Nikolaus Becker

Am 7. Oktober 1989 findet im Palast der Republik die offizielle Feier zum 40. Jahrestag der DDR statt. Gleichzeitig formiert sich vor dem Gebäude die größte Protestkundgebung seit dem Volksaufstand vom 17. Juni 1953 in Ost-Berlin.

Wer zu spät kommt, den bestraft das Leben. Michail Gorbatschow, sowjetischer Parteichef, am 6. Oktober 1989 in Ost-Berlin

Rotes Rathaus

Vor dem Roten Rathaus finden im Herbst 1989 »Berliner Sonntagsgespräche« statt.

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Günter Schabowski stellt sich am 29. Oktober 1989 den kritischen Fragen von rund 20.000 Menschen, die zum »Sonntagsgespräch« vor das Rote Rathaus gekommen sind.

Der Kommunismus wurde von den Menschen, die er zu beglücken vorgab, von der Weltbühne gefegt. Er ist wirtschaftlich gescheitert, hat sozial versagt. Er hat sich als eine blutige Diktatur erwiesen. Und er war unfähig, sich zu läutern. Günter Schabowski am 7. November 2004

Alexander­platz

Barrikadenkämpfe auf dem Alexanderplatz in der Nacht vom 18. auf den 19. März 1848, kolorierte Lithografie.

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© Bundesstiftung Aufarbeitung, Harald Hauswald - Ostkreuz, Bild 891104hh32 +
© Bundesstiftung Aufarbeitung, Harald Hauswald - Ostkreuz, Bild 891104hh32
Ausstellung in der Station

Schilling­straße

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Auf ihren geschmückten Balkonen stehen am 7. Oktober 1989 Bewohner der Karl-Marx-Allee und beobachten die Militärparade zum 40. Jahrestag der Gründung der DDR. Am Abend demonstrieren Tausende unter »Gorbi hilf uns!«- und »Freiheit«-Rufen am Palast der Republik.

© Bundesstiftung Aufarbeitung, Klaus Mehner, Bild 89_1007_POL_JT40_10 +
© Bundesstiftung Aufarbeitung, Klaus Mehner, Bild 89_1007_POL_JT40_10

Anwohnerinnen und Anwohner in der Karl-Marx-Allee beobachten die Militärparade von ihren Wohnungen aus.

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Die Partei- und Staatschefs kommunistischer Länder nehmen auf der Ehrentribüne an
der Schillingstraße die Militärparade ab,
7. Oktober 1989.

Ausstellung in der Station

Strausberger Platz

Schauplätze des Volksaufstandes vom 17. Juni 1953: Schillingstraße und Strausberger Platz.

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© Picture Alliance / UPI +
© Picture Alliance / UPI
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Während der Märzrevolution 1848 kommt es am Strausberger Platz zu gewaltsamen Zusammenstößen zwischen Freiheitskämpfern und der Staatsgewalt. Es werden Barrikaden errichtet, die anschließenden Kämpfe fordern hunderte Todesopfer.

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»Das merkwürdige Jahr 1848. Eine neue Bilderzeitung.« Der Bilderbogen illustriert die Geschehnisse vom 18./19. März 1848. Lithographie, koloriert. Demonstrierende schwenken die schwarz-rot-goldene Fahne; königliche Soldaten eröffnen das Feuer.

Samariter­straße

Gedenkveranstaltung für die Opfer der chinesischen Demokratiebewegung vor der Samariterkirche, 28. Juni 1989.

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© Robert-Havemann-Gesellschaft / Siegbert Schefke +
© Robert-Havemann-Gesellschaft / Siegbert Schefke
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© Robert-Havemann-Gesellschaft / Bernd Weu +
© Robert-Havemann-Gesellschaft / Bernd Weu
Dass Gebete und Kerzen eine Diktatur in die Knie zwingen könnten, haben wir manchmal ja selbst nicht zu hoffen gewagt. Margot Käßmann, ehem. Vorsitzende der Evangelischen Kirche Deutschlands, 2009.

Magdalenen­straße

Zentrale des Ministeriums für Staatssicherheit (MfS): das Areal zwischen Rusche- und Magdalenenstraße.

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© Bundesarchiv +
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Das Beste an der DDR war ihr Ende. Tom Sello am 27. November 2017